Etwas ist schief gegangen und nun?

Es geht um Fehlerkultur, denn was mache ich, wenn etwas schief gegangen ist?

Etwas ist schief gegangen und nun? - Ein Wasserhahn aus dem Sand kommtDiese Folge ist super passig, denn die Frage stand im Redaktionsplan, uns ist ein riesen Fehler in den letzten zwei Folgen passiert und wir haben gerade das 6-Wochen Programm Psychologische Sicherheit, wo es auch um Fehler machen geht.

Gleichzeitig ist dies unsere 80. Folge und im Buch „In 80 Tagen um die Welt“ ging es auch um Fehlerkultur. Dies passt so gut, denn auch in Projekten gibt es ähnliche unvorhergesehene Änderungen im Plan.

Diese Folge auf YouTube: https://youtu.be/_odDsZVMBx8

Bei Fehlerkultur gibt es 3 Ebenen:

  • Wie gehe ich mit Fehlern um?
  • Wie gehen wir mit Fehlern um?
  • Wie geht eine Organisation oder Gesellschaft damit um, wenn Fehler passieren?

Fehlerkultur ist ein konstruktivistisches System

Also wir haben ein System, welches dadurch existiert, dass Menschen darin sind und es als System ansehen. Gleichzeitig kann das System von außen oder sogar von Innen verändert werden. Zum Beispiel dadurch, dass ich mich selbst im System anders verhalte. Dies verändert das System an sich.

Puuuhhh… Was wir damit sagen wollen: Lebe vor, wie Du es gernhättest. 😉

Die Kultur verändert sich schließlich durch die Menschen, die diese leben.

Warum Fehlerkultur?

Je nachdem, wie mit Fehlerm umgegangen wird, ist es wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher, dass Psychologische Sicherheit hergestellt wird. Unternehmen mit Psychologischer Sicherheit sind innovativer, Entscheidungen werden schneller getroffen, wenn unvorhergesehene Sachen passieren, und sie erschließen schneller neue Märkte. Die Kostentreiber, wie Fluktuation und Krankheitsstand, aus dem Human Ressource Bereich, kannst Du so auch reduzieren.

Fehler früh zugeben

Wenn Du einen Fehler machst, mach ihn transparent. Das tut vielleicht am Anfang ein bisschen weh und trotzdem deutlich weniger, als wenn ein vertuschter Fehler erst sehr spät ans Tageslicht kommt. Also zugeben, solange es noch nicht schlimm ist.

Fehlerkultur in Hierarchie

In vielen hierarchisch organisierten Unternehmen herrscht eine Kultur, in der Fehler oft nicht nach oben durchgegeben werden. Das ist okay, wenn die jeweilige Ebene diese Fehler auch im Griff hat. Schwierig wird es, wenn die Ebene weder die Fehler im Griff hat, noch Entscheidungen trifft.

Aufpassen solltest Du an der Stelle vor allem ob es eine Bestrafung für die Fehler gibt. Dies verhindert natürlich, dass Fehler offengelegt werden. Egal wie die Bestrafung aussieht.

Regeln

Stellst Du für jeden Fehler, der aufgetreten ist, direkt eine neue Regel auf, damit dieser nicht wieder passiert? Genau das kann ich in vielen Unternehmen sehen und ich glaube, dass sich diese durch die vielen Regeln selbst handlungsunfähig machen. Oft braucht ein Unternehmen nicht so viele Regeln. Ganz im Gegenteil, die meisten Fehler treten gar nicht so oft auf, dass sich die Regel lohnt. Meistens reicht es einmal darüber zu reden und diesen Fehler als Lernkosten zu verbuchen.

Ich kann dies vor allem in Retrospektiven gut beobachten. Dort kommen Fehler hoch und man neigt dazu nun eine neue Regel aufzustellen. Die meisten Teams brauchen aber keine Regel, sondern lediglich den kurzen Dialog darüber. Sollte der Fehler direkt am Produkt passieren, dann lohnt sich natürlich die Regel, die hoffentlich automatisiert für die Qualitätssicherung abgeprüft wird.

System betrachten

Du kannst Deinen Fokus eher auf das System lenken. Wie ist es möglich gewesen, dass dieser Fehler entsteht? Was kannst Du tun, damit das System diesen Fehler nicht mehr zulässt? Trenne dabei vor allem den Fehler von der Person. Der Person war es durch das System überhaupt erst möglich diesen Fehler zu machen und dieses System kannst Du nun anpassen. In einem Krankenhaus gilt es beispielsweise ein System zu schaffen, welches sehr stark auf die Vermeidung von Fehlern ausgelegt ist. Entstandene Fehler müssen dann natürlich genauso schnell offengelegt und beseitigt werden. Erst nach der Beseitigung des Fehlers kannst Du dann das System drumherum anpassen.

Mir ist ein Fehler passiert und nun?

Gib den Fehler zu und mach ihn transparent. Du wirst überrascht sein, wie schnell andere Dir vergeben und Dir dann bei der Beseitigung helfen. Im Nachgang kannst Du dann schauen das System so auszugestalten, damit dieser Fehler keinem anderen passiert. Du machst das System quasi besser durch Deinen Fehler. Hierfür lohnt es sich, wenn Du das nicht allein, sondern gemeinsam mit Deinen Kollegen machst.

 

 

Get shit done,

Janina & Henry


Gefällt dir die Podcastfolge? Dann empfiehl sie gerne anderen weiter, z.B. indem du die Folge in deiner Story teilst. Wenn du magst verlinke @znip_academy_agile und wir teilen deinen Like mit unseren Hörern.


Du möchtest dich von uns in der Tiefe in eurem Veränderungsprozess begleiten lassen, eure größten Komplexitätsnester auflösen und die besten Teamtipps bekommen? Dann buch uns 😉


In der Podcastfolge erwähnte Folgen zur Vertiefung:


Connecte dich gerne hier mit uns:

LinkedIn

Instagram

YouTube

Facebook

Webseite

Facebook-Gruppe