Zaubersprache

Janina ist heute nicht da uns Henry nutzt die Chance für ein eigenes Thema, die Zaubersprache. Oder was Du mit Sprache so alles gestalten kannst.

Diese Folge auf YouTube: https://youtu.be/k7u2AGNMxDo

Wo ist Janina?

Kind mit Schmetterlingsflügeln - Zaubersprache - Was Worte bewirkenHeute fehlt auch mir die wunderbare Stimme von Janina und gleichzeitig gebe ich mein Bestes den Raum zu füllen. Denn es hat einen wunderben Grund, dass Janina heute nicht da ist. Sie gibt zeitgleich ein tolles Präsenzseminar über Agile Meetings für die Teamworks GmbH (https://teamworks-gmbh.de/workshops/agiler-moderieren) in Hamburg. Ja ein Präsenzseminar und das ist ein mega schönes Geschenk, für uns Trainer.

Und nun lass mich beginnen…

Was hat es mit der Zaubersprache auf sich?

Bei Zaubersprache geht es nicht um Zaubersprüche. Oder doch? Naja wer weiß…

Du kannst auf jeden Fall mit kleinen Worten großes bei Deinem Gegenüber bewirken und auch in Deinem eigenen Denken. Das tolle dabei: Durch leichte Satzumgestaltungen kannst Du Deinen Blick auf das Positive verändern und so mehr Leichtigkeit spüren und Sonne in Dein Leben ziehen. Das coole dabei: Wenn Du Sprache positiver einsetzt hat das auch Auswirkungen auf Dein Umfeld und deren Motivation. Und für die tollen Teamkollegen machen wir das Ganze doch alles. 😉 Mehr Motivation und Spaß auf Arbeit geben auch bessere Arbeitsergebnisse. Wie leicht das gehen kann, schon durch Sprache, das erfährst Du heute! Viel Spaß dabei.

Vor dem Aber steht die Lüge

Fangen wir mit dem Wort Aber an. Dieses Wort verwenden wir wahrscheinlich sehr häufig. Und daran ist auch gar nichts schlimm. Viele Coaches lehren Dir sicherlich, dass Du das Wort Aber vermeiden und gegen das Wort Und austauschen sollst. Das ist auch eine gute Idee und gleichzeitig darfst Du in meiner Welt das Wort Aber gern weiterverwenden. Nur eben bewusst und im Hinterkopf, was Du damit bewirken wirst. 😉

Was macht das Wort Aber? Die Überschrift mit der Lüge ist meist etwas überspitzt, denn es steht eher selten die Lüge vor dem Aber und gleichzeitig funktioniert das Wort in etwa so. Das Aber verbindet zwei Teilsätze miteinander und lenkt die Aufmerksamkeit auf den letzteren Teil. „Du macht immer so tolle Arbeit, aber heute war es nur Murks“ – Worauf achtet Du bei dem Satz mehr? Die immer tolle Arbeit oder, dass es heute Murks war? Im Kopf Deines Gegenübers passiert eben genau das, Sie blendet aus, was vor dem Aber steht und konzentriert sich auf den letzteren Teil. „Es war ein sehr schöner Abend mit Dir, aber wir haben uns viel zu viel vorgenommen.“ – Du merkst was ich Dir zeigen möchte. Schau Dir alternativ mal „Es war ein sehr schöner Abend mit Dir, und wir haben uns viel zu viel vorgenommen.“ an. Merkst Du den Unterschied?

Im Gespräch kannst Du genau diesen Effekt nun nutzen um anderen positive Gefühle zu machen, Dinge zu sagen die raus müssen oder Rapport aufzubauen. Dann kannst Du mit dem Aber auf positive Dinge lenken, die Du im zweiten Satzteil einbaust. „Das ist ganz schön schief gegangen, aber gemeinsam haben wir ein tolles Erlebnis daraus gemacht.“

Hol Deinen Gesprächspartner dort ab, wo er gerade von den Gefühlen ist und lenk dann die Aufmerksamkeit auf positive Dinge.

Ist das Manipulation? Klar Schau Dir dazu noch einmal diese Folge an: NLP und Psychologie, wie manipulativ sind wir?

Setz Dein Aber also bewusst, statt unbewusst ein. Such Dir dafür einen Komplizen, der Dich immer daran erinnern soll, wenn Dir wieder ein Aber rausgerutscht ist. 🙂 Denn wenn wir es unbewusst tun, dann Hilft ein Impuls von außen sehr gut.

Aussagen miteinander gleichwertig miteinander verbdinden

Möchtest Du da das Aber vermeiden und/oder zwei Aussagen miteinander verbinden, dann mach entweder Pausen dazwischen oder verbinde sie mit einem Und statt einem Aber. „Du macht immer so tolle Arbeit und heute war es nur Murks“ lässt beide Satzteile gleichwertig erscheinen und verbindet sie. Ich würde sie sogar noch tauschen, damit das Positive am Ende steht. 🙂

Nutze ein „Ja und…“ statt einem „Ja aber…“. Das Ja aber bringt Deine Gesprächspartnerin in einen Konfrontationsmodus und lehnt quasi ihren Vorschlag ab. Ein Ja und kannst Du einsetzen um ihren Vorschlag anzuerkennen und Deine Sichtweise dazu zu packen. Probier es mal im Team beim Brainstorming aus. Lass das Team zu einem Thema, wie einer Geburtstagsfeier Brainstormen. Einmal dürfen alle Vorschläge nur mit „Ja aber…“ weitergeführt werden und einmal nur mit „Ja und…“ und dann vergleich die Ergebnisse. Ja und ist viel viel besser beim Brainstorming und wird daher im Improtheater und im DesignThinking eingesetzt. Du bekommst dann richtig kreative Ideen aus Deinen Teams. 😉

Negation

Unser Gehirn ist nicht dafür gedacht in Negationen zu denken. Wir dürfen uns dann erst die Dinge hindenken um sie dann wieder wegzudenken. What? Oft wird die Negation überhört und dann bleibt der Fokus auf der eigentlich zu negierenden Sache. „Kein Problem“ – Zack Problem…

Nutz lieber direkt die positiven Aussagen und erwidere „Gerne“. Wenn Deine Gesprächspartnerinnen noch nicht so weit sind, dann führ sie dorthin „Kein Problem. Gerne!“. Du holst sie also wieder dort ab, wo sie sind und zweigst ihnen gleichzeitig die sprachliche Alternative.

Dein Leben wird schöner, wenn Du positiv denkst und das musst Du um diese positiven Aussagen tätigen zu können. Es lohnt sich also auch mal in diese Richtung zu denken und zu überlegen „Wie könnte ich eine Aussage positiv formulieren?“

Falls Dir keine positiven Bezeichnungen einfallen oder Du Bock hast Dich mit mir zu unterhalten, dann komm doch einfach zum nächsten Heldentreff. 🙂 Jeden letzten Donnerstag im Monat.

Eigentlich

Und uneigentlich?! – geht Dir diese Frage auch auf den Puffer? Setz das Wort ruhig weiter ein, wenn Du sagen möchtest „In den meisten Fällen…“. Es spart Zeit und es hält eine Konversation im Fluss nicht jede einzelne Ausnahme zu benennen. Nur wenn Du konkrete Aussagen oder Commitments abgegeben möchtest, wäre ein Eigentlich die verkehrte Stelle. Zu Relativierung ist es völlig okay. Die Uneigentlich-Frage ergibt nur Sinn an Stellen, wo wir eine 100% Antwort benötigen.

Setz das Wort nicht inflationär ein und alles ist cool! 😀

Generalisierung

Man, nie, alle, immer, etc.

Wenn Du solche Worte für positive Aussagen verwendest und so positive Glaubenssätze streust, ist alles cool. Wenn Du Dinge sagst wie „Immer, wenn ich rausgehe regnet es.“ nicht mehr. Dann darfst Du Dich hinterfragen ob es wirklich immer so ist, oder ob es ein paar Momente gb wo es nicht geregnet hat. Lenk Deinen Fokus also wieder auf das Positive. 😉

So kannst Du Dir selbst beste Laune machen! Und weißt Du was? Das steckt an! So machst Du automatisch auch Deinem Tema besser Laune! 😀

 

Get shit done,

Janina & Henry


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