Selbstorganisation braucht Robustheit

Selbstorganisation braucht Robustheit

Mehr Selbstorganisation

Weiter geht es nach unserer letzten Folge mit noch mehr spannenden Themen zur Selbstorganisation.

Wir starten wieder mit einem Prinzip aus dem Agilen Manifest für Softwareentwicklung.

In regelmäßigen Abständen reflektiert das Team, wie es effektiver werden kann und passt sein Verhalten entsprechend an.

Dieses Prinzip beschreibt super gut die Retrospektive. Ein mächtiges Ritual, an dem jedes Team gern festhält. Es bringt einfach mega viel.

Wie machst Du es im Privatleben?

Henry findet Absichtserklärungen besser als Demokratie. Zumindest für Selbstorganisation. Berechtigte Einwände sind natürlich erlaubt.

Is it save enough to try?

Falls ja, kannst Du ja loslegen! 🙂 Im Zweifel kannst Du es ja wieder korrigieren. Das bringt uns zur Fehlerkultur…

Vielleicht funktionieren auch Dinge bei anderen Menschen besser und schon ist es das Wert auszuprobieren!

Budgets können Dich als Führungskraft enorm entlasten, wenn Du sie auch ins Team gibst.

Das bringt uns zum Buch “die 4 Stunden Woche” von Timothy Ferriss.

Timothy Ferris beschreibt darin, wie gut sich seine Support Hotline verbessert hat, als er ihnen Budgetkontrolle zu jedem Kunden gegeben hatte. Die Anzahl der Dinge, die er selbst regeln musste, gingen dabei runter, die Kundenzufriedenheit stieg und auch die Kosten sanken. Verrückt oder?

Haben Amazon und IKEA auch ähnliche Rückgabestrategien?

Wozu Selbstorganisation?

Selbstorganisation

wirkt sich auf Kommunikationskomplexität aus. Das bedeutet, je mehr Menschen ich in einem Zusammenarbeitsmodell und den Kommunikationswegen habe, desto komplexer wird die Kommunikation unter ihnen. Diese Komplexität können wir reduzieren, indem wir die Entscheidungen in ein Team geben. Beispielsweise die Urlaubsplanung.

Die Motivation steigt auch und Konflikte werden reduziert.

Robustheit ist ein weiteres wichtiges Thema von Selbstorganisation. Dies ist vor allem im agilen Umfeld interessant. Das Zauberwort dabei ist Emergenz.

Dabei hilft uns das Cynefin-Modell. Wir haben die Bereiche: Einfach, Chaos, Komplex und Kompliziert. Chaos finden wir in Forschungsbereichen. So ist beispielsweise Tesa-Film oder Post-It’s entstanden. 🙂

Eine Kindergeburtstagsfeier ist ein super Beispiel für ein chaotisches Umfeld. Und genau dort bildet sich dann plötzlich Emergenz. Durch Emergenz entstehen dann Strukturen und ein deutlich ruhigeres Umfeld. Durch diese Emergenz erhalte ich nun eine Form von Ordnung, die auch gegen Einflüsse von außen eine Robustheit aufweist. Genial!

Möchtest Du ein Team haben, welches in schnell ändernden Märkten agieren kann? Oder mit sich ändernden Anforderungen umgehen kann?

Dafür nutzen wir Selbstorganisation!

Emergenz und damit Selbstorganisation findest Du auch in kognitiven Verzerrungen, wie in der Kahnemann Folge angedeutet.

Wenn eine größere Gruppe Entscheidungen trifft, dann muss das richtig sein.

Schwarmintelligenz entsteht oft auf diese Weise. Wir können das beim Sightseeing oft beobachten.

Einfach zu machen, was der Schwarm macht, kann durchaus nützlich sein. Beispielsweise reduziert es Komplexität.

Robustheit in selbstorganisierten Teams ist die Voraussetzung für Skalierung!

Zum Ende nimmt uns Janina in ihre Zauberwelt von wundervollen Utopien! 🙂