Daily

Lasst uns heute einmal über das vermeintlich einfachste uns simpelste Event sprechen. Das Daily. Oder wenn Du Scrum machst, dann Daily Scrum.

Daily - mehr als nur RumstehenJeden Tag treffen und fertig?

Also an Arbeitstagen zumindest…

Diese Folge auf YouTube: https://youtu.be/9m7u9_ZKYZk

Erster Tipp

Frag die Menschen in Deinem Team, vor dem Daily, kurz „Wofür machen wir das Daily?“. Dies sollen sie auf einen Zettel aufschreiben. Gibt es große Abweichungen, dann weißt Du, dass es noch ein bisschen nachzuschärfen gibt.

Beispielsweise ist der Sinn eines Dailies nicht, dass es ein Statusreport für den Chef oder den Product Owner ist. Sicherlich ist das irgendwie drin und passiert auch, es ist aber nicht der primäre Fokus.

Wozu ein Daily?

Es ist bildet einen Synchronisationspunkt für das Team. Das Team darf sich also jeden Tag kurz einmal gemeinsam austauschen und synchronisieren. Der Product Owner und Scrum Master sollten auch dabei sein um direkt Dinge mitnehmen zu können wo es Fragen oder Impediments (Hindernisse) vom Team gibt. Diese beiden Verantwortlichkeiten stehen aber nicht im Vordergrund. Natürlich passiert da gerade am Anfang erst einmal nur Statusreporting.

Nach kurzer Zeit stellt sich dann häufig ein Wir-Gefühl im Team ein und Teammitglieder unterstützen sich gegenseitig beim bewältigen verschiedenster Aufgaben. Das ist der Punkt wo Magie passiert.

Das Daily selbst stellt einen sicheren Hafen für das Team dar. Egal wie stürmisch es drumherum ist, egal wie komplex und dringlich Sachen auf das Team hereinpurzeln, das Daily bleibt konstant und schafft Stabilität.

Der Rahmen

Das Daily sollte als Orientierung jeden Tag zur selben Zeit und am selben Ort stattfinden. Dies reduziert Komplexität und schafft ein richtiges Ritual. Als Orientierung sollten hier 15 Minuten gewählt werden. Henry und Janina planen zusätzlich noch weitere 15 Minuten für eine Art Table Discussion in Form von Knowledge Transfer oder ähnlichem ein. Janina nennt das auch Lösungsrunde.

Der Ort ist möglichst nahe am Team. Am besten in deren Räumlichkeiten, so dass diese mit nur einem Schritt hinkommen. Es findet im Stehen statt um das Gehirn in einen anderen Modus zu bekommen und auch schnell zu Ende zu sein. Ja auch wenn ihr remote unterwegs seid wäre es gut dabei zu stehen.

Stakeholder

Stakeholder können gern beim Daily dabei sein. In vielen Fällen ist das sogar sinnvoll, da diese so auch schnell ein Update bekommen. Es gibt aber keine Extrawurst für sie. Gern kommen sie etwas früher und lassen sich aufgleisen. Das Daily wird nicht für sie umgestaltet und wenn sie überhaupt etwas beizutragen haben, dann sprechen die Stakeholder als letztes.

Die Uhrzeit

Viele Teams beginnen ihren Tag mit dem Daily. Wir machen das nicht so gern, denn unsere Teammitglieder dürfen erst einmal in ihrer eigenen Geschwindigkeit in den Tag kommen und sich vielleicht informieren. Ich habe zum Beispiel in meiner Zeit als Softwareentwickler gern zu Tagesbeginn die neuen Nighly Builds und Errorreports angeschaut um in den Tag zu kommen. Schön mit einer Tasse Kaffee und Plausch mit Kollegen. Ehh die Hektik des Alltags losging. Wenn das Daily um die Mittagszeit ist, dann kommen die Kollegen entspannter in den Tag und müssen sich nicht zum Daily abhetzen. Das Umfeld gewöhnt sich mit der Zeit auch daran, dass das Daily zu einer speziellen Zeit stattfindet und die Teammitglieder dann kurz nicht zu erreichen sind.

Die Zeit bleibt Geschmackssache. Beispielsweise, wenn Dein Team über Zeitgrenzen hinweg zusammenarbeiten muss. Findet eine gute Zeit, die zu allen passt. Unsere Empfehlung: 11:45.

Wenn die Uhrzeit stabil ist, dann gewöhnt sich auch das Team daran und hat diese Zeit irgendwie im Blut. Ist voll verrückt.

Keine Zusammenfassungen

Das Daily wird nicht in Schriftform noch einmal Protokolliert und dann rumgeschickt. Wer nicht da ist, ist nicht da. Den Status des Projektes kann sich jeder schnell am Board selbst ablesen.

Scrum Master und Product Owner im Daily?

Ja! Beide gehören mit zum Team und es hilft sehr, wenn sie auch beim Daily dabei sind. So können schnell Entscheidungen getroffen werden, jeder weiß was gerade los ist und auch Hindernisse (Impediments) werden schnell identifiziert und können mitgenommen werden.

Schafft das Team zum Beispiel noch das Sprintziel?

Remote

Remote bitte trotzdem stehen, wegen des Denkmodus. 🙂

Ansonsten ist Remote das Daily der beste Termin um überhaupt etwas vom Team mitzubekommen. Klar organisieren sich alle irgendwie selbst und machen ihre Arbeit, doch wie gut funktioniert das gerade zwischenmenschlich zwischen den Teammitgliedern? Das können wir im Daily hoffentlich erkennen. Ja Remote ist echt nicht die beste Lösung und wenn wir den Fall haben, dann auf jeden Fall auf das Daily achten. Keine Dailies via Mail. 😉

 

Get shit done,

Janina & Henry


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