Folge 044 Anpassen

Anpassen

Heute ist Anpassen unser Thema. Wir schneiden es nur kurz an um Dich dafür zu sensibilisieren, denn wie das praktisch genau aussehen kann, das zeigen wir Dir in zukünftigen Folgen, genau zu den einzelnen Themen. So bleibt diese Folge schlank und Du hast schon einen guten Überblick.

Was hat Anpassen mit Deinem Putzplan zu tun?

Was hat Anpassen mit Deinem Putzplan zu tun?

Anpassen ist die dritte Säule in unserem Empirie Konstrukt, welches allen Agilen Frameworks zugrunde liegt. Transparenz, Überprüfen und Anpassen.

Hast Du schon gemerkt, dass wir Intro jedes Mal anpassen? Dass es nie gleich ist? Hast Du auch schon gemerkt, dass der Podcast über die Zeit immer wieder ein Stückchen angepasst wurde?

 

Empirie entsteht genau dann, wenn ich Dinge transparent mache, sie messe / überprüfe und dann je nachdem, was mein Ziel ist, anpasse.

Was bedeutet Anpassen für Dich?

Dinge anders machen? Unkontrolliert?

Manchmal ist es wirklich gut Anpassungen einfach ins Blaue hinein zu machen. Da Du vorher ja Transparenz und Überprüfung eingebaut hast, kannst Du nun sehen welche Effekte Deine Anpassung „aus dem Bauch heraus“ hat. Du brauchst also nicht immer den perfekten Plan, wenn Du Dir über die zwei Schritte vorher bereits Gedanken gemacht hast. Wenn Du das nun in einem Zyklus machst, so passt Du ja auch ungünstige Änderungen kurz darauf wieder an, wenn sie nicht zum Ziel geführt haben.

Wenn Janina beispielsweise gar keine Idee hat, was gerade nicht richtig läuft, auch im privaten Umfeld, dann macht sie erst einmal irgendwas. Das passt auch gut zum chaotischen Bereich von Cynefin. Es ist ja bereits Transparenz darüber geschaffen, was nicht so richtig läuft. Das was Du tust ist nun eine Hypothese dazu, dass es die Lage verbessern könnte und die Anpassung ist die Ausführung des Ganzen. Ja das geht manchmal sehr schnell.

Putzen

Ein Paar, selbstständig und im HomeOffice, hat das Putzen nicht so gut hinbekommen. Transparenz. Diese haben einen Haushaltsplan aufgestellt. Anpassung. Die Überprüfung ist nun auch denkbar einfach. Bei dieser Überprüfung kann nun herauskommen, dass vielleicht noch immer Unordnung herrscht oder etwas Staub rumliegt. Nun lässt sich der Plan weiter anpassen.

Im Haus, in dem Henry wohnt, wurde der Treppenhausputzplan sogar von den Mietern angepasst. Man muss nun öfter und dafür weniger putzen, da das Treppenhaus zweigeteilt wurde und die Erinnerung über eine Signalkarte weitergegeben wird. Auch diese Anpassung ist noch nicht perfekt, denn neue Mieter lernen sie nicht ganz sop schnell, wie es sein könnte. Hier bedarf es vielleicht noch einer Anpassung. 🙂 Die Vereinbahrungen sind in dem Fall nicht transparent.

Experimente

Die Anpassung ist ein Experiment, das unsere These bestätigt oder widerlegt. So einfach ist es. Die These ist dabei durch das Überprüfen entstanden.

Notfallübungen helfen uns dabei vor allem bei chaotischen Zuständen die Schritte Transparenz, Überprüfen und Anpassen schneller zu durchlaufen, da wir bereits Anpassungsvorschläge besitzen.

Auch bei diesen Übungen fällt dann oft auf, dass noch einiges für den Ernstfall angepasst werden könnte. Beispielsweise Fenster schließen oder einen Sammelplatz festlegen.

Empirie sorgt nun in Deinem Projekt dafür, dass die kleinen chaotischen Feuer nicht überborden, da Du bereits frühzeitig Experimente machst um sie in einen stabilen Zustand zu bekommen.

Im Scrum Guide finden wir für Anpassungen beispielsweise die Retrospektive. Das ist wie ein Lessons Learned, nur regelmäßig und mit kleinen Anpassungen. Dabei fragen wir vor allem das Team nach Ideen. Was eine Retrospektive genau ist, dafür nehmen wir uns noch eine Extrafolge Zeit.

Natürlich findet die Anpassung auch in den anderen Scrum Ritualen statt. Also Refinement, Daily, Planning und Review.

Anpassung gibt es natürlich auch in vielen bereits bekannten Werkzeugen. Wir haben in der KanBan Folge über KVP und Kaizen gesprochen um mal zwei zu nennen.

Anpassung durchhalten

Wichtig ist es die Anpassung auch durchzuhalten und nicht beim ersten Widerstand direkt wieder aufzugeben. Unser Gehirn wehrt sich gern gegen Veränderung und möchte gern bei den alten bisher automatisierten Prozessen bleiben. Du kennst das vielleicht vom Fitnessstudio. Wir nehmen uns vor dort hin zu gehen und dann kommt etwas Widerstand. Bleiben wir aber dabei, dann gewöhnen wir uns daran und es geht ganz einfach. So ist es mit vielen Veränderungen.

Auch lohnt es sich die Veränderung selbst noch einmal zu überprüfen, wenn es Probleme gibt. Vielleicht reicht eine weitere kleine Anpassung an der bisherigen Maßnahme.

Die Faustregel ist: 6 Iterationen durchhalten. Dann sollte die Änderung sitzen. 🙂 Und natürlich kann es bei Dir anders sein oder eine so große Katastrophe passieren, dass Du die Änderung wieder verwerfen darfst.

Mein Appell an Dich ist vor allem: Mach nicht zu viele Anpassungen! Mach lieber wenige Anpassungen und halt diese dafür richtig durch. Wenn Du zu viele machst lassen sich deren Effekte schlecht überprüfen und auch Dein Umfeld ist schnell abgehangen.

 

Get shit done,

Janina & Henry


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In der Podcastfolge erwähnte Folgen zur Vertiefung:


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