Ziele

Das heutige Thema sind Ziele. Darüber haben die liebe Annette und Janina bereits in der Ziele träumen Folge gesprochen und einige Profitipps rausgehauen. Wir möchten heute nochmals die Ziele - bestimmen und anpassen?Ziele genauer beleuchten. Also Lebensziele und vor allem auch Projektziele und diese in den Kontext der Agilität bringen. Schließlich haben wir hier ein Sprint Goal und ein Product Goal.

Diese Folge auf YouTube: https://youtu.be/AdV4E-4uqIU

Was sind Deine Ziele?

Wir Agilisten und NLPler fragen Dich gern nach Deinen Zielen. Warum? Naja wie wollen wir Dir helfen diese zu erreichen, wenn Du sie nicht einmal selbst kennst? Kannst Du Deine Ziele anderen mitteilen, dann können diese wiederum Dir helfen sie zu erreichen. Geschwindigkeit bringt Dir beispielsweise gar nichts, wenn Du Dich nicht auf Dein Ziel hinbewegst und vielleicht in die falsche Richtung bewegst. Mach lieber kleine Schritte und diese dafür in die richtige Richtung.

Das ist auch der Kern von Velocity oder agiler Planung.

Agile Mythen

„Das ist doch Agil, wenn wir ständig unser Ziel anpassen!“ – ähhhmmm Nein

Also grundsätzlich schon, doch es wird häufig als Ausrede genutzt um dem Team täglich eine neue Marschrichtung zu geben. Die Anpassung bezieht sich im Agilen eher darauf, dass das Ziel konkreter wird oder nachgeschärft. Der Nordstern bleibt in der Regel gleich. Jede Woche eine 180 Grad Wende im Projekt zu machen zeugt eher von schlechter Planung als von Agilität. Das wäre dann auch eher Flexibilität, da wir reagieren statt proaktiv zu agieren. Letzteres wäre Agilität.

Also ja, wir passen Ziele an, es gibt aber nicht jede Woche Neue Ziele.

In der heutigen Projektlandschaft braucht es eine gute Mischung aus beidem. Wieso? Es schafft ungemein viel Sicherheit und reduziert Verschwendung, wenn ich nicht morgens nach dem Aufstehen erst einmal all unsere Naturgesetze prüfen muss ob diese noch Gültigkeit haben. So ist es auch mit dem Grund warum ich auf Arbeit gehe oder dass ich mich auf das Daily Stand Up 11 Uhr verlassen kann. Wenn die Welt um mich herum aber einbricht oder ich spontan auf eine Pandemie reagieren muss, dann darf ich auch hier ruhig im Sturm stehen und im Rahmen der bisherigen Regeln mein Projektgeschäft anpassen. Dailies gehen schließlich auch virtuell und ja, das ist nicht ganz so geil. Jetzt kommt es auf uns an das Beste daraus zu machen!

Genauso ist es, wenn ich einen Workshop oder Seminar plane. Das ist proaktiv. Im Seminar oder Workshop passieren dann die wildesten Dinge. Warum? Weil wir Menschen nun einmal komplexe Wesen sind. Und hier darf ich flexibel darauf reagieren, wie ich den Workshop oder das Seminar verändere. Mein Ziel, dass Du hinterher bestimmte Fähigkeiten hast, bleibt aber konstant, nur der Weg dorthin wird anders.

Der Mix aus Agilität und Flexibilität macht es also.

Mehr dazu in den Flexibilitätsfolgen und im Seminar.

Wer bestimmt die Ziele?

Ziele werden abgestimmt und generell bringt der Product Owner oder die Führungskraft diese mit ins Team und begeistert die Menschen für diese Ziele. Und hier wird auch schon klar, wenn Du sie jeden Tag für ein neues Ziel begeistern sollst, dass dies nix wird. 😉

Solltest Du Probleme haben Ziele zu definieren, dann nutz Wünsche oder Träume. Es fällt vielen Menschen leichter über Wünsche zu sprechen. Deshalb die Folge Ziele träumen. 😉

Hier kommen auch Metaphern wie die gute Fee aus dem systemischen Coaching oder das Sams zum tragen. Diese spielen auf den gleichen Bereich im Gehirn an.

Auch die Verwirklichung der Ziele braucht einen bestimmten Rahmen, den wir definieren und über die Zeit nachschärfen dürfen.

Über Ziele reden

Wenn jetzt Deine Ziele, genau wie beim Sams, wortwörtlich erfüllt werden würden, wäre es dann das, was Du willst? Das über Ziele reden hilft also nicht nur dabei Weggefährten zu finden, sondern auch die Zielformulierung zu schärfen. Sprich also regelmäßig mit Deinem Team über eure Ziele. Genauso sollte das Ziel immer prominent im Vordergrund sein, damit es in Erinnerung bleibt.

Der nächste Profitipp ist, dass Du erst die Ziele klären solltest und dann die Anforderungen dazu. Machst Du es andersherum habe ich in der Praxis schon viele Ziele erlebt, die einfach eine Verkettung der Anforderungen sind. Das hilft niemanden. In dem Fall kannst Du das Ziel auch weglassen.

Als Team Facilitator und guter Scrum Master bist Du hier vor allem gefragt. Die Ziele zu challangen und auch dem Team zu helfen gute Fragen zu stellen.

Product Goal vs Sprint Goal

Das Product Goal ersetzt die Vision in der aktuellen Fassung des Scrum Guide und wird damit ein konkreteres Langzeitziel. Achtung ein Produktziel, kein Projektziel. Das Product Goal ist gröber als das Sprint Goal und für die Zukunft des Produktes ausgelegt. Das Sprint Goal behandelt dabei immer nur den aktuellen und vielleicht nächsten Sprint als Ziel.

Visionen werden in Unternehmen nun von mehreren Produkten und damit einzelnen Product Goals gestützt und in die Realität umgesetzt.

SMARTe Ziele

Im Projektmanagement und sogar im NLP werden gern Ziele nach dem SMART Schema formuliert.

Spezifisch

Messbar

Attraktiv

Realistisch

Terminiert

Das ist schon einmal eine gute Formulierung für Ziele. Also besser als Nix. Gleichzeitig ist uns aufgefallen, dass diese Ziele wenig Emotionen wecken und auch weniger Drang diese umzusetzen. Dies fängt schon im Bereich realistisch an. Häufig drehen wir im Team einige Runden um die Ziele realistisch zu bekommen. Das ist cool und sicherlich den Aufwand nicht wert.

Im Komplexen Bereich wird zusätzlich schwierig vorher zu sagen was hinterher dabei raus kommt. Damit wirkt das SMART Schema eventuell etwas ungünstig auf unsere Ziele. Es bleibt trotzdem ein gutes Schema, was Dir einen besseren Blick auf Deine Ziele verschafft.

Wie fix sind die Ziele?

Wenn Du vorher schon genau weißt wie Dein Ziel aussehen wird und dieses dann auch noch ohne Anpassungen genauso erreichst, dann war oder ist Agilität wahrscheinlich nicht das beste Framework für Dein Projekt. Gleichzeitig hat es nichts mit Flexibilität zu tun, wenn Du jeden Tag die Ziele änderst.

Dass Du innerhalb des Prozesses auf Dein Ziel hin und in Deinem Rahmen immer wieder Anpassungen machst um Dich auf das Ziel hinzubewegen, das ist wahre Flexibilität.

Deshalb handelt unser Seminar auch von Agilität und Flexibilität, denn der Mix macht den Erfolg aus.

Persönliche Ziele

Setz Dir auch persönliche Ziele. Dies sind meist Lernziele.

Also so Dinge wie „Ich möchte heute etwas über Teamphasen lernen“ oder „Ich möchte mehr über Persönlichkeitsprofile von Menschen erfahren“.

 

Get shit done,

Janina & Henry


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In der Podcastfolge erwähnte Folgen zur Vertiefung:


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